Rosemarie Mehrle

Zur Autorin:

Rosemarie Mehrle, 1946 in der Mühle zu Hochspeyer geboren, besuchte die katholische Volksschule in Hochspeyer, dann das Institut der Franziskanerinnen in Kaiserslautern und wechselte in der Oberstufe in die damalige HWB in Kaiserslautern, jetzt Burggymnasium, die sie 1966 mit dem Abitur abschloss. Von Beruf Diplom Rechtspflegerin (FH) war sie, zuletzt als Justizoberamtsrätin vorwiegend beim Amtsgericht in Ludwigshafen beschäftigt. Nach ihrer Eheschließung im Jahr 1969 zog sie von Hochspeyer weg und wohnt jetzt, nach langjährigen Stationen in Mutterstadt und Limburgerhof, in Bad Dürkheim.

Zur Intention ihres Romans:

“Meinem Heimatort Hochspeyer bin ich dennoch treu geblieben, zu tief war die Verbundenheit mit meiner Familie, der Mühle und der Bäckerei, in der ich bis zu der Geburt meines ersten Kindes im Jahre 1977 jedes Wochenende mitgearbeitet hatte. Bei dieser Arbeit, dem Backwarenverkauf, bin ich mit vielen Menschen ins vertraute Gespräch gekommen, Kontakte, die bis heute nicht abgebrochen sind. In einer Mühle aufzuwachsen ist ein besonderes Erlebnis. Unter dem Haus und durch den Hof fließt das Wasser des Mühlenkanals, im Untergeschoss des Wohnhauses zeugen meterdicke, dunkle Sandsteinfundamente von der bewegten Vergangenheit des Gebäudes. Die Stockwerke des Mühlengebäudes mit ihren zahlreichen Nischen und dunklen Ecken, der freie ungehinderte Blick aus dem obersten Stockwerk, sind bestens geeignet, die Fantasie eines Kindes zu entzünden und das Interesse an den Erzählungen der Großeltern und Eltern von Kindesbeinen an zu wecken. Nach dem Umbau des Hochspeyerer Weihers, dessen Verlust mir sehr nahe gegangen ist, wuchs in mir der Gedanke, die Erzählungen meiner Großeltern, Eltern und Tante zu verarbeiten und in einem Roman nachzuempfinden. Vielleicht, das wäre die Erfüllung meines größten Wunsches, gelingt es mir mit diesem Buch, ein Stück Geschichte zu bewahren und den Menschen, die vor uns lebten, Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Natürlich konnte mir das nicht ohne Menschen gelingen, die in diesen Zeiten lebten. Daher möchte ich mich vor allem bei meiner Tante Resi Vogt, der ehemaligen Eigentümerin der Wolfsteiner Mühle, die mir mit dem unerschöpflichen Erfahrungsschatz ihrer jetzt 99 Jahre bei meinem Werk geholfen hat, auf das herzlichste danken. Weiter danke ich Herrn Schwer aus Limburgerhof für seine Mitwirkung und der Familie Naumer aus Mannheim für die Zurverfügungstellung des Tagebuches ihres im Krieg gefallenen Bruders. Sie alle haben mir geholfen, die Zeit des Dritten Reiches und ihrer Menschen zu verstehen. Mein Roman soll dabei keine Biographie einer Familie sein, er soll dem Leser aber den Eindruck vermitteln, dass die Geschichte, die er erzählt, tatsächlich so gewesen sein könnte.“

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